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Magen Darm


Verdauung beginnt im Kopf

Nichts kann der Mensch so schwer verändern wie seine Ernährungsgewohnheiten. Dabei sollte man stets bedenken, dass auf die Nahrungsaufnahme für wenige Sekunden bis Minuten eine Lustbefriedigung der Sinnesorgane im Kopf folgt, während die übrigen Verdauungsorgane tagelang mit deren Folgen arbeiten.

 

Ist die Nahrung gesund, wird auch der Mensch davon gesund werden oder gesund bleiben. Kommt die Nahrung dagegen aus „kranken“ Quellen, wird sich dauerhafte Gesundheit nicht einstellen oder halten können.

 

 

 

 

Die Krankheiten der Verdauungsorgane

 

Klassischer Weise werden die Krankheiten der Verdauungsorgane in der Reihenfolge der Nahrungspassage beschrieben: angefangen vom Ösophagus bis zum Anus und schließlich Pankreas und Leber.

 

Hier soll genau umgekehrt vorgegangen werden, und zwar in der Reihenfolge, in der klassischer Weise die Erkrankung des Verdauungsrohrs vor sich geht: zuerst erkrankt (in der Regel: entzündet) sich der Enddarm, dann aufsteigend der übrige Dickdarm. In der Folge erkrankt der Dünndarm, zieht die Leber und / oder das Pankreas mit in Leidenschaft und schließlich auch den Magen. Entweder indirekt über die Leber oder aber direkt über den Magen zeigen dann auch Speiseröhre, Rachen und Mund ihre Symptome. So entsteht zum Beispiel eine Gastroenterokolitis.

 

Die Eingeweide sind insgesamt relativ „geduldige Organe“. Werden sie durch Fehlernährung, mikrobielle Fehlbesiedelung oder andere chronische Schädigungen drangsaliert, erzeugen sie dennoch über sehr lange Zeiten kaum Symptome (z. B. Schmerzen); die Leber ist sogar völlig schmerzunempfindlich. Treten dann irgend wann doch Schmerzen auf, sind diese meist dumpf und schwer lokalisierbar.

 

Die Verdauungsorgane sind der Ort der Nahrungsresorption und gleichzeitig auch der Ort einer wunderbaren Symbiose zwischen dem Menschen und einer ihm dienenden Darmflora.

 

Dabei sind die Symbionten bezüglich ihrer Anzahl dem Menschen weit überlegen; rund zehn mal mehr Mikroorganismen besiedeln den Darm als der Mensch aus Zellen besteht (650 Billionen zu 65 Billionen). Sie haben ein Gesamtgewicht von rund 2 Kilogramm. Ihre Stoffwechselleistung übersteigt die der Leber bei weitem.

 

 

Erkrankungen des Kolons

Grundsätzliches zum Stuhlgang:

Frequenz:

  • Ein gesunder Mensch setzt ein bis dreimal täglich Stuhl ab; idealer Weise (wie aus der Beobachtung von Naturvölkern hervorgeht) so häufig, wie er Hauptmahlzeiten zu sich nimmt, also 2 bis 3 mal.

Konsistenz:

  • An Hand der Stuhlbeschaffenheit lassen sich zahlreiche Rückschlüsse auf die Gesundheit ziehen, weshalb einige Tiere (Hunde, Katzen) an ihrem Stuhl riechen, um so eine instinktiv gesteuerte Gesundheitskontrolle durchzuführen. Auch die menschliche Nase ist für Fäzes sehr geruchsempfindlich, auch wir reagieren instinktiv auf dieses Signal.

Farbe:

  • Die Farbe des Stuhl wird durch seine Beschaffenheit und durch das Alter des abgesetzten Darminhalts bestimmt. Als Faustregel lässt sich sagen: um so dunkler der Stuhl, desto länger hatte er im Darm verweilt und umgekehrt.

Spezifisches Gewicht:

  • Am Schwimmverhalten des Stuhls lässt sich grob der Fasergehalt bestimmen. Um so schwerer der Stuhl (sinkt im Wasser nach unten) desto faserärmer, d. h. aus tierischen Eiweißen stammend, ist er. Schwimmt er oben, befinden sich viele Fasern pflanzlichen Ursprungs darin.

Passagezeit:

  • Die Passagezeit (Zeit von der Nahrungsaufnahme bis zur Defäkation der unverdaulichen Reste dieser Nahrung) steht nicht im Verhältnis zur Frequenz der Entleerungen oder zum Abstand von Nahrungsaufnahme bis zum nächsten Stuhlgang.

 

 

Diarrhoe

Definition:

Gehäufte Entleerungen („Durchfall“). Die Stühle sind wegen der beschleunigten Darmpassage breiig bis flüssig, da der Kolon keine Zeit hat, das Wasser rück zu resorbieren.

 

Ursachen:

Die Diarrhoe ist ein Symptom und keine Krankheit. Mögliche Auslöser sind:

  • Infektionen, zum Beispiel durch kontaminierte Speisen
    • Softeis, Eier, aufgetautes Fleisch etc., kontaminiert mit Salmonellen
    • Cholera, Ruhr, Typhus
  • auf Reisen: Folge der Besiedelung mit dem Darm bislang unbekannten Mikroorganismen („Montezumas Rache“[1]) - daher stets an die "Tropenanamnese" denken!
  • Reizkolon
  • Colitis ulcerosa
  • Morbus Crohn
  • Reinigungskrisen

 

Therapie:

Diarrhoe sollte niemals unterbunden werden, sondern der Darm in seinen Bemühungen, etwas Schädigendes (z. B. die Krankheitserreger) ausscheiden zu wollen, gefördert werden. (Vergleiche auch hierzu Fußnote1)

 

Komplikationen:

  • Bei Kindern besteht das Risiko der Dehydration: viel trinken, ggf. Einlauf machen
  • Cholera: Tod durch Exsikkose (Abnahme des Gesamtkörperwassers)

 

 

 

Obstipation

Definition:

·         Verzögerter Transport des Darminhalts (Verstopfung)

·         Störung der Defäkation

 

Ursachen:

  • Faserstoffarme Nahrung (siehe Schwimmverhalten des Stuhls oben) durch eiweißbetonte Kost
  • Tonusmangel des Darmes
  • Hämorrhoiden
  • Entzündungen im Analbereich
  • Invagination
  • Tumoren
  • Psychische Einflüsse (zum Beispiel die Unmöglichkeit, den Darm auf einer fremden Toilette oder im Freien zu entleeren)

 

Symptome:

Mindestens eine Entleerung am Tag ist als normal anzusehen. Bei weniger als 3 Stuhlgängen pro Woche liegt eine Obstipation vor.

 

Um so länger der Fäzes im Kolon verweilt, desto mehr Wasser wird rückresorbiert: der Stuhl wird fester und härter, die Obstipation gefördert.

 

Therapie:

  • Bei körperlichen Ursachen: ursächlich behandeln.
  • Viel trinken, ggf. Einläufe
  • Faserstoffreiche Kost.

 

Komplikationen:

Laxanzienabusus: Der längerfristige Gebrauch von Abführmitteln fördert die Obstipation.

 

 

 

Ileus

Definition:

Lebensgefährlicher Darmverschluss durch

·         Störung der Darmpassage infolge Darmlähmung = Paralytischer Ileus

·         Mechanischer Ileus

 

Ursachen:

Paralytischer Ileus: Verschluss von Mesenterialarterien, Entzündungen des Bauchfells, des Appendix, des Pankreas, der Gallenblase etc., nach Bauchoperationen, durch Opiate und Antidepressiva

 

Mechanischer Ileus: Tumoren, Gallensteine, Würmer, Strangulationen, Kotsteine, verschluckte Fremdkörper (z. B. Drogenkuriere)

 

Symptome:

Paralytischer Ileus: Keinerlei Darmgeräusche: „Grabesstille“. Kreislaufschock.

Mechanischer Ileus: Kolikartige Kontraktionen des Darmes, ggf. Koterbrechen (Miserere), kein Abgang von Winden oder Stuhl. Ggf. Kreislaufschock.

 

Therapie:

Intensivmedizinisch, Notfall!

Medikamentös, Einlauf, operativ

 

Komplikationen:

Tod durch innere Vergiftung oder Schock.

 

Differentialdiagnose:

Gallenkolik, Nierenkolik, Akuter Blinddarm.

 

Colitis ulcerosa

Definition:

Chronische Entzündung des Kolons mit schubweisem Verlauf.

 

Ursachen:

Unklar. Familiäre Häufung. Immunologische und psychosomatische Faktoren sollen begünstigend sein, wobei die psychischen Auffälligkeiten auch durch die Krankheit selbst erzeugt werden könnten.

 

Symptome:

10 bis 20 schmerzhafte Stuhlentleerungen am Tag, breiig bis flüssig mit Schleim, Blut und Eiter. 

 

Therapie:

Umstellung der Ernährung! Ggf. Lebensstil verändern.

Offizielle Therapie: Cortison

 

Komplikationen:

Darmperforation mit nachfolgender lebensgefährlicher Peritonitis.

 

Differentialdiagnose:

Morbus Crohn

Enterokolitis

Infektionskrankheiten, Wurmerkrankungen

 

 

Morbus Crohn

Definition:

Entzündliche Erkrankung, die alle Abschnitte des Verdauungsrohres (vom Ösophagus bis zum Rektum) erfassen kann. Auch Haut, Augen und Gelenke können betroffen sein.

 

Ursachen:

Unbekannt. Familiäre Häufung. Pathologische Bakterienflora, Fehlernährung und ungünstige Umweltbedingungen sind fördernde Faktoren.

 

Symptome:

Bauchschmerzen, Durchfälle (ohne Schleim und Blut), leichtes Fieber.

Meist sind junge Erwachsene betroffen, nicht selten sehr ehrgeizige Menschen (wie z. B. junge, aufsteigende Manager).

 

Therapie:

Umstellung der Ernährung! Ggf. Lebensstil verändern.

Offizielle Therapie: Cortison

 

Komplikationen:

Koliken, Gewichtsverlust, Anämie

 

Differentialdiagnose:

Colitis ulcerosa, Enterokolitis

 

 

Darmdivertikel

Sackförmige Ausstülpungen im Darmrohr

 

 

Colon irritabile = Reizdarm

Definition:

Nervöser Darm

 

Ursachen:

·       Nahrungsmittelunverträglichkeiten

·       Stress

·       Oft unklar

 

Symptome:

Abwechselnd Obstipation und Diarrhoe mit unklaren Bauchbeschwerden bis hin zu heftigen Bauchschmerzen. In der Regel sind alle Parameter „ohne Befund“.

 

Polypen

Gutartige Wucherung von Darmschleimhaut in das Darmlumen hinein

 

 

 

Kolonkarzinom

Definition:

Bösartige Geschwulsterkrankung beim Erwachsenen, dessen Häufigkeit ab dem 40. Lebensjahr stark zunimmt.

 

Ursachen:

Chronische Fehlernährung, hochgradig eiweißhaltige Ernährung

 

Symptome:

Blutbeimengungen im Stuhl. Bleistiftstühle, wenn das Rektum betroffen ist.

 

Therapie:

Ernährung umstellen, operativ.

 

Komplikationen:

Ileus, Metastasen

 

Differentialdiagnose:

Blut im Stuhl können auch durch Hämorrhoiden hervorgerufen werden:

  • Blut durch Hämorrhoiden: aufgelagertes Blut.
  • Blut durch Karzinom: eingemischtes Blut oder Teerstuhl

 

 

Hämorrhoiden

Definition:

Knotenförmige sackförmige Erweiterungen der Venae hämorrhoidales.

Unterschieden werden innere und äußere Hämorrhoiden

 

 

Ursachen:

Bindegewebsschwäche, Obstipation, scharfe Stuhlabgänge (Gewürze, Entgiftungskrisen), Schwangerschaft und Geburt. Leberkrankheiten.

 

Symptome:

Keine, oder ggf. erhebliche Schmerzen am Anus mit oder ohne Stuhlgang, Pruritus ani, auf dem Stuhl hell aufgelagertes Blut. Stuhlverhalten.

 

Therapie:

  • Ernährung umstellen auf faserstoffreiche Kost mit dem Ziel einer Stuhlregulierung. Hierbei hilft auch viel Öl in der Nahrung oder ein morgendlicher Esslöffel voll Olivenöl.
  • Eichenrindenauflagen.

 

Komplikationen:

Fissuren. Analfisteln.

 

Differentialdiagnose:

Vergleiche Kolonkarzinom.

Rektale Untersuchung.

 

 

Appendizitis

Definition:

Entzündung des Wurmfortsatzes (Appendix vermiformis)

 

Ursachen:

Verengung oder Verlegung des Appendixlumens durch Abknickung, entzündliche Schleimhautschwellung, Kotsteine, Würmer oder Fremdkörper (selten)

 

Roemheldt-Syndrom

Definition:

Herzbeschwerden, die durch Gasansammlungen im Darm und im Magen hervorgerufen werden. Am häufigsten sind Blähungen in der Dickdarm-Kurvatur die Verursacher.

 

Ursachen:

Meteorismus

 

Symptome:

  • Herzbeschwerden bis hin zu Angina pectoris oder Herzinfarkt, Extrasystolen
  • Magenschmerzen, Übelkeit

 

Komplikationen:

Angina pectoris, Herzinfarkt

 

 

 

 

Erkrankungen des Bauchfells

Peritonitis

Definition:

Bakterielle Entzündung des Bauchfells

 

Ursachen:

  • Perforation eines Bauchorgans (z. B. Appendix) und postoperativ sind die häufigsten Ursachen einer bakteriellen Infektion des sterilen Bauchraumes.
  • Messerstich, Unfallfolgen
  • Niereninsuffizienz mit nachfolgender Urämie

 

Symptome:

Lokale oder diffuse Schmerzen im Bauchraum, die schwach oder brechend stark sein können und ggf. sogar Organausfälle nach sich ziehen können.

 

Therapie:

Stets ein Notfall! Spülung, Drainage, unbedingt Antibiotika (Lebensrettend!), ggf. Operation.

 

Komplikationen:

Verwachsungen, Ileus, Letal in ca. 30% der Fälle. Große Schockgefahr!

 

Differentialdiagnose:

Alle Erkrankungen der Bauchorgane mit akutem Verlauf. Die Peritonitis kann leicht übersehen werden! Da die Schmerzen kurz vor einer Perforation meist brechend stark, nach der Perforation jedoch nachlassend sind, ist das Risiko einer verpassten Therapie nicht gering.

 

 

Erkrankungen des Dünndarms

Enteritis, Duodenitis

Definition:

Entzündung des ganzen Dünndarms

Duodenitis: Entzündung des Zwölffingerdarms

 

Ursachen:

Die häufigsten Ursachen sind

  • Folgen von Fehlernährung
  • Infektiös: Bakterien, Viren, Protozoen, Parasiten
  • Antibiotika mit nachfolgender Fehlbesiedelung
  • Darmpilze

Fast immer sind Kolon und oder Magen mit betroffen.

 

Weiterhin:

  • Salmonelleninfektionen, Typhus, Cholera, Ruhr
  • Verzehr von verdorbenen Speisen

 

Sonderform: Zöliakie (siehe unten)

 

Symptome:

In leichten Fällen:

  • Die meisten Enteritiden verlaufen unbemerkt!
  • Diffuse Bauchbeschwerden, mag keinen engen Gürtel tragen
  • Allgemeines Unwohlsein

 

In schweren Fällen:

  • Heftige Durchfälle, schwerste Bauchschmerzen, Gliederschmerzen
  • Koliken, Fieber, schwerstkrank
  • Brechdurchfälle.

 

Therapie:

Ursächlich therapieren

Kamillentee, Heilerde, Retterspitz etc.

Nahrungskarenz

Durchfall fördern, um Erreger auszuschwemmen

Ggf. Antibiotika

 

Komplikationen:

Chronischer Verlauf, ggf. unbemerkt.

 

 

 

 

 

Zöliakie, Sprue

Definition:

Glutenunverträglichkeit der Dünndarmschleimhaut.

 

Die Krankheit heißt Zöliakie bei Kindern und Sprue bei Erwachsenen, wobei die Bezeichnung Zöliakie oft auch von den betroffenen Erwachsenen verwendet wird.

 

Ursachen:

  • Allergische Reaktionen der Dünndarmschleimhaut auf winzigste Mengen des Klebereiweißes Gluten und Gliadin des Weizens und anderer glutenhaltiger Getreide (Roggen, Hafer, Gerste).
  • Milcheiweiße sollten ebenfalls gemieden werden.
  • Erlaubt sind alle glutenfreien Nahrungsmittel (wie Mais, Reis, Soja, Kartoffeln etc.). Diverse Hersteller bieten Nahrungsmittel an, die ausdrücklich glutenfrei sind.

 

Symptome:

Voluminöse, übelriechende Stuhlabgänge mit grauweißlicher Farbe. Der Fettanteil des Stuhls ist erhöht, da auch die Fettverdauung schwer gestört ist. (Normaler Weise ist Stuhl nahezu fettfrei.)

 

Die Folge der allergischen Reaktion ist eine Zottenatrophie mit schwersten Resorptionsstörungen.

 

Therapie:

Striktes meiden aller glutenhaltigen Nahrungsmittel.

 

Komplikationen:

  • Resorptionsstörungen führen zu Mangelernährungszuständen und Gewichtsabnahme.
  • Die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K werden ungenügend aufgenommen.
  • Osteoporose, Osteomalazie, Anämie und Tetanie durch Mineralstoffmängel.

 

Differentialdiagnose:

Glutenfreie Kost lindert die Durchfälle, erneute Aufnahme von Gluten führt zu tagelangen erneuten heftigen Abgängen.

 

 

Ulcus duodeni = Zwölffingerdarmgeschwür
Ulcus ventriculi = Magengeschwür

Definition:

Ein Ulkus ist ein Substanzdefekt = Geschwür einer Haut oder Schleimhaut. Im Magen sitzt er meist direkt vor dem Pylorus im Antrum, im Duodenum in der Regel im obersten Abschnitt direkt unterhalb des Pylorus.

 

Ursachen:

Die Ursachen vom Ulcus duodeni und vom Ulcus ventriculi sind meist die gleichen, weshalb sie hier gemeinsam behandelt werden:

  • Der große Unterschied vom sauren Milieu im Magen zum basischen Milieu in Dünndarm belastet die Schleimhäute; insbesondere wenn der Pylorus nicht dicht schließt und / oder bei verminderter Säureelimination durch das Pankreas.
  • Beschleunigte Magenentleerung (sogenannte Sturzentleerung)
  • Hypersekretion von Magensäure (Vagus Überreaktion)
  • Helicobacter pylori
  • Schmerzmittel
  • Psychische Faktoren (Stress?): Jeder 10. erkrankt im Laufe seines Lebens an einem Ulc. dd oder einem Ulc. vent.

 

Symptome:

  • Ulc. vent.: Schmerzen direkt nach der Nahrungsaufnahme, weshalb diese gerne verschoben wird: der Erkrankte magert ab.
  • Ulc. dd.: Schmerzen ca. 2 Stunden nach dem Essen, weshalb gerne hier und da eine Kleinigkeit gegessen wird, um den Schmerz „wegzudrücken“. Der Erkrankte nimmt zu.

 

Therapie:

·               Milieu sanieren.

·               Ursachen beseitigen, sofern möglich.

·               Heilerde. Rettersitz innerlich. Eigenurin.

·               Autogenes Training.

·               Schulmedizinisch wird der Helicobacter pylori gerne mit Antibiotika behandelt.

 

Komplikationen:

Blutungen, Perforation, Stenosen

 

Differentialdiagnose:

Magen- oder Darmkrebs, andere Blutungsursachen im Verdauungstrakt, Enteritis, Gastritis, Morbus Crohn.

 

 

 

 

Hiatushernie

Definition:

Hernie = Bruch. Durchbruch i. d. R. des Magens durch das Zwerchfell vom Bauch- in den Brustraum. Häufig auch als Gleithernie.

 

Ursachen:

Überfüllung des Bauchraumes.

 

Symptome:

·               Keine

·               Aufstoßen, kann nur kleine Portionen essen, Tachykardie, Herzverlagerung

 

Therapie:

Verdauungsorgane sanieren. Darmreinigung.

 

Komplikationen:

Refluxösophagitis

 

Gastritis

Definition:

Entzündung der Magenschleimhaut

 

Ursachen:

·               Helicobacter pylori

·               Fehlernährung und Nahrungsaufnahme zur falschen Zeit

·               Psychischer Stress

 

Symptome:

Völlegefühl, Brechreiz, Übelkeit, Magenschmerzen oder keinerlei Symptome

 

Therapie:

·               Heilerde trocken im Mund zergehen lassen und erst dann verschlucken

·               Kamillenrollkur

 

Komplikationen:

Refluxösophagitis

 

Differentialdiagnose:

·               Ulcus des Magens und des Zwölffingerdarmes

·               Erkrankungen der umliegenden Verdauungsorgane

 

 

Ösophagitis

Definition:

Entzündung der Speiseröhrenschleimhaut

 

Ursachen:

  • Kranker Magen mit Refluxösophagitis
  • starkes Erbrechen
  • Genuss aggressiver Speisen im Übermaß (alkoholische Getränke)
  • Folgen von Leberzirrhose

 

Symptome:

Brennen hinter dem Sternum (Brustbein),

 

Therapie:

Ursachen ermitteln, Noxen sofern möglich meiden, Magen kurieren

 

Komplikationen:

Ösophagusvarizenblutungen

 

Differentialdiagnose:

Die häufigste Ursache für Ösophagitis sind Magen- und Lebererkrankungen. Dennoch muss bei anhaltenden Beschwerden auch an Speiseröhrenkrebs gedacht werden.



[1] „Montezumas Rache" schützt vor Darmkrebs: Warum Durchfall mehr in Entwicklungsländern, Darmkrebs häufiger in Industrieländern vorkommt

 

"Montezumas Rache" kann auch ihr Gutes haben: Die als Auslöser berüchtigter Durchfälle bekannten Kolibakterien produzieren einen Stoff, der die Entwicklung von Darmkrebs hemmt. Das haben Wissenschaftler von der J.-Universität herausgefunden.

 

Viele Menschen in den Entwicklungsländern leiden an Darminfektionen – Darmkrebs hingegen kommt dort verglichen mit den Industrieländern selten vor. Diese Beobachtung ließ die Forscher nach möglichen verborgenen Qualitäten des Kolibakteriums für die Krebsbekämpfung fahnden.

 

Und tatsächlich: P und seine Kollegen machten einen Stoff ausfindig, der in Laborversuchen Krebszellen sehr viel langsamer wachsen ließ. In weiteren Tests konnten die Wissenschaftler auch den Mechanismus ergründen, nach dem dieses so genannte Enterotoxin arbeitet. Die Erkenntnisse sollen nun bei der Suche nach neuen Krebsmitteln helfen.