Die Lungen, ein Atmungs- und Stoffwechselorgan

Alles, was lebt, atmet. Der Atem begleitet uns ein Leben lang, er ist das Gewebe, aus dem das Leben besteht.

 

Ist der Atem durch Krankheit behindert, zwingt man diesen in sich hinein und presst ihn wieder heraus. Ein Mensch, der um seine Atemluft kämpfen muss, ringt unaufhörlich um sein Leben.

 

Für die meisten Menschen ist es selbstverständlich, ausreichend Luft zu bekommen, um den lebensnotwendigen Sauerstoff aufzunehmen und Kohlendioxid auszuatmen. Doch für 400 Millionen Menschen weltweit sieht das anders aus: sie leiden an Asthma.

 

Im Gegensatz zur Schulmedizin, welche die Lungen primär als Organe zur Aufnahme von Sauerstoff und Abgabe von Kohlendioxid betrachtet, legt die Naturheilkunde zusätzlichen Wert auf Aspekte der Lebensenergie, die durch die Lungen in den Körper strömt. Sie werden, je nach Tradition und Kontext, auch Prana und Apana, Chi oder Qi (Lebensenergie), Odem, Ruach (Wind) oder Shen (Lebensgeist) genannt.

 

Die Lungen sind weit mehr als ein Organ des Gasaustauschs. Sie erfüllen komplexe Stoffwechselaufgaben und spielen eine zentrale Rolle im Energiehaushalt. In der Chinesischen Medizin gelten sie als hauptsächlicher Aufnahmepunkt des Qi, dessen Weiterleitung über den Dickdarm geschieht; dem Lunge-Dickdarm-Meridian entsprechend.

 

 

 

Atemwegserkrankungen

Atemwegsinfektionen umfassen ein breites Spektrum von Erkrankungen, die von einfachen Erkältungen bis hin zu schwerwiegenden Lungenentzündungen reichen. Sie betreffen sowohl die oberen als auch die unteren Atemwege und gehören zu den häufigsten Erkrankungen weltweit.

 

Die häufigsten Verursacher von Atemwegsinfektionen sind Viren:

  • Influenza A, B, C, D = echte Grippe mit Influenza Virus A oder Influenza Virus B
  • Grippaler Infekt = grippeähnlicher Infekt mit diversen Auslösern
  • Rhino-Viren = Erkältungsviren
  • RSV (Respiratorisches Synzytial-Virus)

 

Influenza A, B, C, D = echte Grippe

Influenza hinterlässt zwar lebenslange Immunität, doch aufgrund permanenter Erregermutationen kommt es zu jährlichen Neuinfektionen. Ursprung dieser Mutationen sind meist Geflügelzuchten in ländlichen Regionen Chinas, von wo aus sich die Viren um den ganzen Globus ausbreiten.

Eine Epidemie, Endemie oder Pandemie ist die Folge.

 

Unterscheide

  • Epidemie: regional
  • Endemie: überregional
  • Pandemie: weltweit

Besonders spektakuläre Virus-Pandemien waren der Russische Schnupfen (1889-92), die Spanische Grippe (1918-20, Fotos à) mit 22 Millionen Toten, die Asiatische Grippe (1957), die Hongkong-Grippe (1969) und Corona (2019-23) mit 7 Millionen Toten weltweit.

 

Symptome

  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Lustlosigkeit gehen der typischen Symptomatik meist voraus.
  • Grippe ist meist eine harmlose, wenn auch lästige Winter-Infektion mit Kopf-, Kreuz-, Glieder-, Bauchschmerzen und Fieber.[1]
  • Nicht jeder erkrankt bei jeder Grippewelle. Die Infektion kann aktiv oder stumm bzw. still verlaufen. Letzteres wird Stille Feiung genannt.

Immungeschwächte Menschen und Bewohner von Altersheimen sind bei Grippeepidemien stärker gefährdet.

 

Differentialdiagnose

Zahlreiche Infektionskrankheiten werden als Grippe fehldiagnostiziert und es werden Fehldiagnosen oder Verlegenheitsdiagnosen gestellt. Daher sollte bei jeder Grippediagnose auch an andere Infektionen gedacht werden. Wichtiges Indiz: sind zum gleichen Zeitpunkt viele andere Menschen an sehr ähnlichen Symptomen erkrankt?

Textfeld:  RSV = Respiratorisches Synzytial-Virus

 

Ursachen

  • RS-Virus, weltweit verbreitet[2]
  • Tröpfcheninfektion und Kontaktinfektion
  • Kinder, Ältere und Immungeschwächte sind besonders gefährdet

 

Symptome

Vom leichten Schnupfen, Husten, Fieber bis zur schweren Lungenentzündung. Struktur des RS-Virus à

 

Prophylaxe

  • Hände waschen, Maske tragen
  • die Erreger bleiben bis 45 Minuten auf Oberflächen wie Taschentüchern und Türgriffen virulent
  • Impfung für Schwangere, Antikörper-Therapie

 

Differentialdiagnose und Diagnose

  • Grippe und alle grippeähnlichen Erkrankungen
  • PCR-Test ist beweisend

 

Rhinitis acuta = akuter Schnupfen

 

Ursachen

Die Erreger des Schnupfens sind Schnupfenviren. Sie heißen Rhinoviren, von denen aktuell 150 bis 160 Typen bekannt sind. Ihre Übertragung erfolgt über Aerosole.

 

Symptome

  • Fließnase, Schwellung der Nasenschleimhäute
  • Frösteln, leichtes Krankheitsgefühl bis zu Fieber
  • Kopfschmerzen und Atemnot

 

Therapie

  • Nasenspülung; Inhalationsdampfbäder mit Salz, Kamille oder Salbei
  • Erhöhung der Luftfeuchtigkeit in zentralgeheizten Räumen
  • frische Luft und allgemeine Abhärtung dienen der Prophylaxe

 

Komplikationen

Sinusitis

 

Differentialdiagnose

Grippe und grippeähnliche Erkrankungen

 

Sinusitis = Nebenhöhlenentzündung

Definition

Entzündung einer oder mehrerer Nebenhöhlen (Sinus)

 

 

Ursachen

  • Viren oder Bakterien aus dem Nasenraum oder der Mundhöhle
  • Zahnentzündung oder Zahnbehandlung mit Verschleppung von Keimen in die Nebenhöhlen à

 

Symptome

  • Kopfschmerzen, Gesichtsschmerzen
  • Kopfdruck beim Bücken, allgemeine Müdigkeit

 

Therapie

  • wie beim Schnupfen
  • Sinupret, Ingwer-Zitrone-Auflagen
  • Antibiotika eher zurückhaltend anwenden

 

Laryngitis = Kehlkopfentzündung

Ursachen

  • Viren, Bakterien, Überlastung, Stress
  • Sänger und Lehrer sind häufiger betroffen

 

Symptome

Halsschmerzen, „schon das Atmen tut weh“, Heiserkeit, Stimme weg

 

Therapie

  • Kräutertees und Lutschbonbons
  • Stimme schonen, Geduld

Bronchitis

Definition

Entzündung der Bronchien

 

Unterschieden werden die

  • akute Bronchitis
  • chronische Bronchitis
  • … je nach Verlaufsform.[3]

 

Ursachen

Luftverschmutzung, Zigarettenrauch, Viren, Bakterien, Pilzinfektionen, Ruß, Lösungsmittel. Werden die Selbstreinigungskräfte der Bronchien durch Zigarettenrauch, Luftverschmutzung, Feinstaub und chemische Reize überfordert, kommt es zu Entzündungen des Flimmerepithels.


Symptome

Akute Bronchitis

  • Husten, Auswurf, Schmerzen, ggf. Fieber
  • kurzfristig: 2 bis 3 Wochen anhaltend

Chronische Bronchitis

  • Schleimiger bis eitriger Auswurf, Atemnot, morgendliches Abhusten
  • Langfristig: 3 Monate pro Jahr, jahrelang anhaltend
  • Trommelschlegelfinger und Uhrglasnägel à
  • CRP (= C-reaktives Protein) erhöht (Seite 5)

Therapie

  • Rauchen einstellen[4]
  • Umweltbelastungen mindern
  • Pilzbesiedelungen sanieren
  • Dampfbäder, Inhalationen, Klopfmassagen
  • Seeluft, Bergluft

 

Komplikationen

chronische Verlaufsform mit Cor pulmonale, COPD, COB

 

Differentialdiagnose

Diverse Infektionskrankheiten beginnen mit einer Bronchitis:

  • Masern, Keuchhusten, Windpocken, Scharlach, Diphtherie
  • Krupphusten und Pseudokrupp

 

 

Asthma bronchiale = Bronchialasthma

 

Definition

  • Anfallsweise auftretende Atemnot durch Verengung der Bronchien
  • Asthma[5] ist derzeit die häufigste chronische Erkrankung; Asthma betrifft 6 % der Schweizer und 8 % der deutschen Bevölkerung.
  • Kinder 10 bis 12% (Stand 2022, Tendenz steigend)

                                                                     

Ursachen

Dem Asthma bronchiale liegt eine abnorme Reaktionsbereitschaft des Bronchialsystems zu Grunde:

  1. die Muskulatur der Bronchialspangen kontrahiert, die Luftröhre verengt sich
  2. die Bronchialschleimhaut schwillt an
  3. die Bronchialschleimhaut bildet zähen, glasigen Schleim

 

Gründe für diese Reaktion sind:

  • Allergisches Asthma: Blütenpollen, Hausstaub, Tierhaare
  • Inhalation oder Verschlucken von Chemikalien, Stäuben, Medikamenten
  • Infektionen der Atemwege mit Viren
  • Anstrengung beim Leistungssport
  • Psychische Faktoren wie der Hinweis auf Allergene

 

Symptome

Die drei Ursachen bewirken eine erhebliche Verengung der Atemwege, die zur …

  1. mangelhaften Belüftung der Lungen
  2. mit Überblähung der Alveolen sowie
  3. zur Atemnot führen.

 

  • Ein klassischer Asthmaanfall tritt plötzlich auf. Der Betroffene ist schweißgebadet, blass und kann eine bläuliche Verfärbung der Haut (Zyanose) entwickeln.
  • Er sitzt oder steht mit aufgestützten Armen, atmet pfeifend und ringt nach Luft, wobei er die Atemhilfsmuskulatur einsetzt.
  • Schwere Hustenanfälle begleiten die Atemnot, und es gelingt ihm nur mühsam, den zähen, glasigen Schleim abzuhusten.

 

Therapie

Generell:

  • Allergene meiden
  • Tierische Eiweiße meiden
  • Cortison zur Anfall-Vermeidung (inhalative Glukokortikoide)

Im Notfall:

  • Dosieraerosol zur Sekretlösung (Mukolytika, Schleimlöser)
  • Notfall, Notarzt rufen 112

 

Komplikationen

  • Status asthmaticus, Stunden bis Tage andauernd
  • Lungenemphysem durch Überblähung der Alveolen
  • Rechtsherzversagen und Tod

 

Differentialdiagnose

Asthma cardiale

 

Lungenemphysem

Definition

Aufblähung und Zerplatzen der Alveolen. Die Trennwände der Alveolen werden zerstört, Alveolen vereinen sich und bilden große Blasen. Die Lungenfunktion nimmt dramatisch ab.

 

Ursachen

Rauchen, Luftverschmutzung, Asthma, Arbeiten im Bergbau, Bäckerhandwerk, Keuchhusten im Erwachsenenalter

 

Es entsteht ein Missverhältnis zwischen Elastasen und einem Inhibitor, welcher die Menge an Elastasen hemmt. Rauchen behindert die Bildung des Inhibitors: die Elastasen nehmen zu, die Alveolen werden überweich und platzen.

 

Symptome

  • andauernde Atemnot
  • Infekte der Atemwege verschlimmern den Zustand

 

Therapie

Rauchen einstellen. Zerstörte Alveolen können nicht wiederhergestellt werden. Es sollte alles unternommen werden, um die Atemwege freizuhalten.

 

Komplikationen

Cor pulmonale, Tachykardie, Stauungen an allen Organen, Sauerstoffmangel

 

COPD und COB
Chronic Obstructive Pulmonary Disease
Chronisch-obstruktive Bronchitis

 

Definitionen

  • COPD umfasst eine Gruppe von Erkrankungen, die durch eine dauerhafte Verengung der Atemwege (Obstruktion) gekennzeichnet sind, meist mit Atemnot
  • COB beschreibt die chronische Entzündung und Verengung der Bronchien, meist mit Husten und Auswurf

 

Ursachen

  • Rauchen ist die Hauptursache für COPD und COB
  • Lungenemphysem

 

Symptome

  • leichte bis schwere Atemnot
  • chronische, quälende Hustenanfälle
  • Auswurf, zäher Schleim
  • Kraftlosigkeit, abnehmende Belastbarkeit
  • Lippen-Zyanose, Fassthorax

 

Therapie

  • begleitend-palliativ
  • COPD und COB sind nicht heilbar
  • beide Erkrankungen sind fortschreitend
  • Therapien können ihr Fortschreiten verlangsamen, Symptome lindern und die Lebensqualität ggf. verbessern
  • Physiotherapie, Ernährungsumstellung
  • Grippe-, Pneumokokken-, Corona-Impfung als Schutz vor weiteren Belastungen der Atemwege
  • Lungentransplantation in sehr schweren Fällen

 

Komplikationen

  • Emphysem
  • Ersticken, Tod

 

Differentialdiagnose

  • Asthma bronchiale
  • Lungenembolien
  • Lungenkrebs

Asbestose und Staublunge

Gefährdet sind Bauarbeiter, Bergbauarbeiter und Stadtbewohner, die häufig Feinstaub, mineralischen Stäuben und Asbestfasern ausgesetzt sind.

 

Folgen

Die Alveolen werden durch feine Stäube und Fasern irreversibel geschädigt. Widerhakige Asbestfasern bleiben in Bronchiolen und Alveolen hängen.

 

Komplikation

  • Bronchialkarzinom

 

Pneumonie = Lungenentzündung

Definition

Bronchitis = Entzündung der Atemwege

Pneumonie = Entzündung des Lungenfunktionsgewebes

 

Ursachen

  • Viren und Bakterien
  • Pneumokokken können im gesunden Menschen pathogen werden und zur Pneumonie führen
  • Legionellen aus Wasserleitungen
  • Parasiten, Würmer, Hundebandwurm
  • Medikamente wie Zytostatika, Immunsuppressiva, Antibiotika, insbesondere bei langanhaltender Therapie
  • Nosokomial erworbene Pneumonie mit schwerer Verlaufsform durch hospitalisierte Keime

 

Symptome

  • kränklich-geschwächt bis schwer krank
  • Husten mit Auswurf
  • leichtes bis hohes Fieber
  • Nachtschweiß
  • Schmerzhafte Atmung

 

Unterscheidung

  • Bakterielle Pneumonien verlaufen meist hoch-akut, wodurch sie schnell erkannt werden.
  • Virale Pneumonien verlaufen eher schleppend mit unspezifischen Symptomen wie Fieber, Husten und allgemeinem Krankheitsgefühl. Daher werden sie oft als langanhaltende Grippe fehldiagnostiziert.

 

Therapie

  • strikte Bettruhe zu Hause
  • Antibiotika

 

Komplikationen

  • COPD, COB
  • Tod

 

Differentialdiagnose

Grippe, Tuberkulose

 

Tuberkulose = Tbc = TB

Erreger und Vorkommen

  • weltweit verbreitete Infektion mit Tuberkel-Bakterien[6]
  • meist Befall der Lungen
  • fast alle Organe können betroffen sein
  • Tuberkel gelangen meist über die Atemwege in den Körper, stimulieren dort Abwehrprozesse, welche zu Einkapselungen in den Lungen führen (geschlossene TB). Diese Kapseln können bei Abwehrschwäche aufbrechen (offene TB).

 

Diagnose

  • Thorax-Röntgen, CT
  • Sputum-Kultur
  • IGRA-Test[7]

 

Symptome

  • Schwerer Husten, Atemnot
  • Ganzkörperschmerzen
  • Nachtschweiß, extreme Schwäche
  • Pruritus
  • später: Blindheit, Hörverlust, Riechverlust
  • Organversagen von Lungen, ZNS, Nieren, Herz, Verdauung

 

Schutz

  • Tuberkel werden am häufigsten via Tröpfcheninfektion und Staub übertragen
  • in Risikobereichen Atemschutzmasken tragen

 

Therapie

Tuberkulostatika

 

Komplikationen

Pleuritis, Bronchialkarzinom, Meningitis, Herzversagen, Tod

 

Bemerkungen

  • Die WHO versucht mit diversen Programmen, die TB einzudämmen
  • TB gilt bis heute als eine der tödlichsten Krankheiten [8]
  • Die vollständige Eliminierung bis 2035 wird angestrebt [9]

 

 

Bronchialkarzinom

 

Definition

Alle bösartigen Gewebsneubildungen in den Atemwegen werden als Bronchialkarzinom zusammengefasst.

 

Ursachen

  • Rauchen, Asbest, berufliche Belastungen, Feinstaub
  • Das Bronchialkarzinom ist eine der häufigsten und tödlichsten Krebserkrankungen weltweit.
  • Während die Erkrankungszahlen bei Männern leicht zurückgehen, steigen sie bei Frauen aufgrund veränderter Rauchgewohnheiten an.
  • in Europa:
    • 1950 = Männer zu Frauen = 10 zu 1
    • 2020 = Männer zu Frauen = 2 zu 1
  • die wichtigste Ursache ist das Rauchen
  • Luftverschmutzung und Radioaktivität
  • das Edelgas Radon in Alpenländern

 

Symptome

  • Im frühen Stadium ist das Bronchialkarzinom kaum zu erkennen. Langanhaltendes Hüsteln, hartnäckiger Husten, Auswurf, auch blutig, sowie Fieberschübe sollten einen Verdacht aufkommen lassen.
  • Das Bronchialkarzinom metastasiert früh in Leber, Knochen, Gehirn Nieren.
  • Das Spätstadium ist von erheblicher Atemnot geprägt.

 

Therapie

  • Intensivmedizinisch oder palliativ
  • Noxen meiden

 

Komplikationen

Lungenentzündung als Superinfektion

 

Krankheiten des Rippenfells

Pleuritis = Rippenfellentzündung

 

Definition

Entzündung des Lungenfells und des Rippenfells.

 

Es gibt 2 Verlaufsformen:

  1. Pleuritis sicca = trockene Verlaufsform
  2. Pleuritis exsudativa = nasse Verlaufsform, mit bis zu mehreren Litern Ergussflüssigkeit

Ursachen

  • Bronchialkarzinom
  • Lungenentzündung
  • Tbc
  • Infektionen mit Bakterien oder Viren
  • Herzinsuffizienz

Symptome

  • Pleuritis sicca: atemabhängiger Schmerz, daher versucht der Erkrankte, das Atemvolumen möglichst zu minimieren und atmet flach.
  • Pleuritis exsudativa: die Schmerzen lassen nach, sobald sich ein Erguss bildet, doch nun werden die Lungen räumlich stark bedrängt.

Therapie

  • Nach Möglichkeit muss die ursächliche Krankheit behandelt werden.
  • Punktieren des Ergusses bringt vorübergehende Linderung.

Pneumothorax

Definition

Ansammlung von Luft im Pleuraraum mit Aufhebung des Unterdrucks zwischen den Pleurablättern mit teilweisem oder komplettem Kollaps des betroffenen Lungenflügels.

 

Ursachen

  • Rippenbruch
  • Stichverletzung
  • Rauchen
  • COPD, COB
  • Emphysem
  • Tuberkulose

 

Symptome

  • akuter Schmerz
  • Atemnot und Hustenreiz
  • bei starker körperlicher Verausgabung
  • junge Männer sind häufiger betroffen

 

Therapie

  • Verschluss einer äußeren Wunde wie einer Stichverletzung
  • akuter Notfall, insbesondere bei Verletzungen
  • bei jungen Männern nach Anstrengung eher abwarten
 

[1] Im Sprachgebrauch wird Grippe oft fälschlich für jeden Infekt benutzt, während echte Grippe eine von Influenzaviren verursachte Erkrankung mit ausgeprägten Allgemeinsymptomen bezeichnet.

[2] RSV-Infektionen kommen in allen Altersgruppen vor und verlaufen meist mild oder asymptomatisch, sodass von einer höheren tatsächlichen Durchseuchungsrate als in den Meldedaten ausgewiesen auszugehen ist.

[3] Akuter Verlauf: plötzlich, heftig, Stunden bis Tage anhaltend.

Chronischer Verlauf: langanhaltend, wiederkehrend, länger als drei Monate bestehend.

[4] Natural American Spirit = Zigaretten ohne Additive können beim Abgewöhnen hilfreich sein

[5] Asthma = (gr.) erschwertes Atmen

[6] Weltweit besteht eine sehr hohe Tuberkuloselast, während die Zunahme von Resistenzen gegen wichtige Standardmedikamente zwar zunimmt, die meisten Erkrankungen aber noch behandelbar sind.

[7] Das InterferonGammaReleaseAssay ist ein Bluttest, bei dem Tuberkulose-spezifische TLymphozyten im Reagenzglas mit TuberkuloseAntigenen stimuliert werden und die dabei freigesetzte InterferonGammaMenge gemessen wird.

[8] 2023 mit weltweit ca. 1,3 Millionen Todes- und 11 Millionen Erkrankungsfällen

[9] Dieses Ziel gilt erreicht, wenn pro 1 Million Einwohner weniger als 1 positiver TB-Fall vorkommt